Ortschaftsrat für Unterweiler
Konstituierung des am 09.06.2024 gewählten Ortschaftsrates
© Mader Martina
Der Ortsverwaltung zur Seite steht ein von den Bürgerinnen und Bürgern gewählter Ortschaftsrat.
Bericht aus der Ortschaftsratssitzung vom 12.03.26
Bürgerumfrage Unterweiler – Ergebnisse und Ausblick
Seit Beginn der Amtszeit, hat sich der Ortschaftsrat
intensiv mit der Frage beschäftigt, wie die Bürgerinnen und Bürger stärker
beteiligt und in die Entwicklung unseres Ortes einbezogen werden können. Zum
einen wurde ein lockerer Austausch mit dem Ortschaftsrat jeweils vor
Sitzungsbeginn angeboten (leider mangels Nachfrage wieder abgesetzt) und der
TOP Bürgerfragen als fester Bestandteil der Tagesordnung mit aufgenommen.
Ein weiterer wichtiger Schritt war die Durchführung einer
Bürgerumfrage. Ziel war es, ein besseres Bild davon zu bekommen, welche Themen
den Bürgerinnen und Bürgern besonders wichtig sind und welche Wünsche und
Anregungen es für die zukünftige Entwicklung unseres Ortes gibt.
Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich daran beteiligt und
ihre Meinungen, Wünsche und Ideen eingebracht.
Der Weg zur Bürgerumfrage – kurz zusammengefasst
13.03.2025 – In der Ortschaftsratssitzung werden die Ergebnisse der Klausurtagung (Februar 2025) vorgestellt, in der erste Überlegungen zur Durchführung einer Bürgerbefragung entstanden.
17.04.2025 – Information über Möglichkeiten einer Online-Bürgerbefragung bei der Stadt Ulm.
08.05.2025 – Beschluss, die Umfrage analog und digital durchzuführen. Gründung eines Arbeitskreises Bürgerumfrage.
08.07.2025 – Der Arbeitskreis erarbeitet erste Inhalte und Fragestellungen.
10.07.2025 – Vorstellung eines ersten Entwurfs und Klärung von Verbreitungswegen sowie Datenschutzfragen.
11.09.2025 – Feinschliff der Fragen und Festlegung der Abgabemöglichkeiten.
13.11.2025 – Beschluss des finalen Inhalts der Bürgerumfrage und Festlegung des Umfragezeitraums.
05.12.2025 – 06.01.2026 – Durchführung der Bürgerumfrage.
Wie zufrieden sind die Bürgerinnen und Bürger mit Unterweiler?
Welche Themen sind ihnen wichtig und welche Wünsche haben sie für die Zukunft?
Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Bürgerumfrage, die vom 5. Dezember 2025
bis 6. Januar 2026 durchgeführt wurde.
Die Beteiligung war sehr erfreulich: Insgesamt nahmen 150
Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen teil – 108 digital und 42 analog
per Flyer. Die meisten Rückmeldungen kamen aus der Altersgruppe der 31- bis
50-Jährigen, gefolgt von Bürgerinnen und Bürgern ab 65 Jahren. Für das
Interesse und die zahlreichen konstruktiven Beiträge bedanken wir uns herzlich.
Zufriedenheit und Information
Die Ergebnisse zeigen insgesamt eine hohe Zufriedenheit im Ort:
58 % der Teilnehmenden sind sehr zufrieden oder äußerst
zufrieden, weitere 28 % bewerten ihre Zufriedenheit als mittel.
Nur ein kleinerer Anteil äußerte Unzufriedenheit oder machte
keine Angaben.
Als wichtigste Informationsquellen wurden das Mitteilungsblatt und persönliche Gespräche genannt, gefolgt von sozialen Medien.
Für die Zukunft wünschen sich viele Bürgerinnen und Bürger ergänzend eine digitale
Bürger-App sowie weiterhin analoge Informationsangebote.
Das sagen die Bürgerinnen und Bürger
Besonders geschätzt werden in Unterweiler:
die hohe Lebensqualität und der dörfliche Charakter
das gute Miteinander und das starke Gemeinschaftsgefühl
das aktive Vereinsleben und das große ehrenamtliche Engagement
Gleichzeitig wurden auch zahlreiche Anregungen für
Verbesserungen und zukünftige Entwicklungen eingebracht.
Wichtige Themen für die Zukunft Unterweilers
Die Auswertung der Bürgerumfrage zeigt klar, welche Themen
den Bürgerinnen und Bürgern besonders am Herzen liegen und wo sie sich weitere
Verbesserungen wünschen. An erster Stelle stehen dabei der öffentliche
Nahverkehr sowie die Nahversorgung mit Einkaufsmöglichkeiten.
Ebenfalls von großer Bedeutung sind die Verkehrssicherheit (z.B. Kreisverkehr am Ortseingang) und eine gut ausgebaute Straßeninfrastruktur sowie Fragen rund um Wohnraum und die zukünftige Ortsentwicklung.
Darüber hinaus wünschen sich viele Bürgerinnen und Bürger mehr Angebote und
Treffpunkte für Senioren, Jugendliche und Familien.
Ein starkes Gemeinschaftsleben, das Vereinswesen und
kulturelle Angebote bleiben weiterhin wichtige Bestandteile des Ortslebens.
Auch Themen wie Sauberkeit, ein gepflegtes Ortsbild sowie die
Weiterentwicklung in den Bereichen Digitalisierung und Nachhaltigkeit spielen für viele eine wichtige Rolle.
Diese Schwerpunkte geben eine klare Orientierung für die
zukünftige Entwicklung Unterweilers und die Arbeit des Ortschaftsrates,
bestätigen jedoch auch, dass wir bereits bisher auf einem sehr guten Weg waren.
Wie es weitergeht
Die Ergebnisse werden nun im Ortschaftsrat weiter ausgewertet und fließen in
zukünftige Planungen und Projekte ein. Sie bilden eine wichtige Grundlage, um
Unterweiler gemeinsam weiterzuentwickeln.
Rund 35 % der Teilnehmenden haben zudem angegeben, sich
aktiv einbringen zu wollen. Da vielfach keine Kontaktdaten hinterlegt wurden,
bitten wir interessierte Bürgerinnen und Bürger, sich bei der Ortsverwaltung zu
melden (ov-uw@ulm.de oder 0731/161-1211).
Geplant ist ein gemeinsamer Austausch, um Ideen zu vertiefen und konkrete
Projekte anzustoßen.
Herzlichen Dank an alle, die sich beteiligt und ihre
Gedanken, Wünsche und Ideen eingebracht haben!
Aktueller Sachstand ÖPNV-Anbindung Unterweiler:
Ab 01.01.2027 wird Unterweiler gemäß beschlossenem
Nahverkehrsplan der Stadt Ulm/Neu-Ulm im 30-Minuten Takt angebunden werden. Die
Linie 12 wird zukünftig vom ZOB über Gögglingen/Donaustetten nach Unterweiler
und dann nach Wiblingen verkehren. Die Erweiterung der Linie nach Wiblingen
gilt von Montag-Freitag zu den Schulzeiten vormittags bis ca. 18.30Uhr.
Optimierung des ÖPNV-Angebotes zum 01.01.2027
Aufgrund der Entwicklung des städtischen Haushaltes und der
sich vsl. auch weiterhin negativ entwickelnden Geschäftsergebnisse der
SWU-Verkehr schlagen Stadtverwaltung und SWU-Verkehr vor, im städtischen
ÖPNV-Angebot der SWU-Verkehr die Kosten zu senken und auf verschiedenen Linien
Angebotsanpassungen im gesamten Stadtverkehrsnetz vorzunehmen. Hierbei wurden
insgesamt Fahrten identifiziert, bei denen ein Ausweichen auf die vorherige
oder nachfolgende Fahrt akzeptabel erscheint, oder deren Belegung so gering
ist, dass nur sehr wenige Fahrgäste betroffen sind.
In der gemeinsamen Ortschaftsratssitzung mit
Gögglingen/Donaustetten am 10.02.26 zum Thema ÖPNV-Optimierungen wurden die
Maßnahmenpakete 1-4 von Stellvertretern der Verwaltung und SWU-Verkehr
dargestellt. Nähere Infos hierzu unter bürgerinfo.ulm.de - GD 060/26.
Maßnahmenpaket 1: Entzerrung der Schulanfangszeiten,
Beschleunigung des ÖPNV durch z.B. geänderte Schaltung der Signalanlagen.
Maßnahmenpaket 2: samstags Anbindung im 60-Minuten Takt
, Wegfall einer Fahrt (Mo-Fr) um 20.32Uhr, da schwach frequentiert.
Maßnahmenpaket 3: Mo-Fr: Entfall letztes Fahrtenpaar; Sa
kein Verkehr vor ca. 7:30 Uhr; So kein Verkehr vor 9:30 Uhr und Entfall letzte
2 Fahrtenpaare
Alle Ulmer Ortschaften konnten eine Stellungnahme zu den
vorgeschlagenen Optimierungen abgeben, welche dann mit in die Sitzungsvorlage
des Gemeinderates eingearbeitet wurde. Im Fachbereichsausschuss
Stadtentwicklung, Bau und Umwelt am 10.03.26 wurde die Abstimmung nach
kontroverser Diskussion vertagt. Die Entscheidung zu den vorgeschlagenen
Optimierungs-Maßnahmen wird der Gemeinderat abschließend treffen.
Schulwegesicherheit: Verlegung der Haltestelle
„Rathaus“ in die Brunnenstraße beschlossen
Im Dezember 2025 fand ein Termin zur Schulwegesicherheit
mit Vertreterinnen und Vertretern der Verkehrsabteilung, der Polizei sowie der
Ortsverwaltung statt. Dabei wurde insbesondere auch die Querung der Hartstraße
durch Schulkinder thematisiert. Es wurde festgestellt, dass Kinder unabhängig
von bestehenden und zukünftigen Regelungen weiterhin den abgesenkten Bordstein
nutzen werden und über die Hartstraße in Richtung Kirchgasse gehen. Zusätzliche
Gefahren entstehen durch die derzeitige Bushaltestelle „Rathaus“ in der
Hartstraße.
Zur Verbesserung der Situation wurden Maßnahmen wie die
Verlegung der Haltestelle, die Erneuerung der Tempo-30-Markierung sowie
zusätzliche Warnhinweise (z. B. „Achtung Kinder“) vorgeschlagen.
Ein Vor-Ort-Termin am 10. Februar 2026 mit
Verkehrsabteilung, SWU und Polizei ergab, dass eine Verlegung der Haltestelle
in die Brunnenstraße sinnvoll und umsetzbar ist. Der neue Standort bietet
ausreichende Sichtverhältnisse und genügend Aufstellfläche für eine reine
Ausstiegshaltestelle (kurze Haltedauer). Zudem ist die Verkehrssituation im
angrenzenden verkehrsberuhigten Bereich klar geregelt.
Der Ortschaftsrat befürwortete die Verlegung der
Haltestelle mehrheitlich mit einer Gegenstimme.
Sicherung der Rettungszufahrt im Bereich Franziskusweg
/ Ellerbachweg
Die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge, insbesondere für
Drehleitern der Feuerwehr, ist im Bereich Franziskusweg / Ellerbachweg derzeit
nicht ausreichend gewährleistet. Ursache hierfür sind parkende Fahrzeuge sowohl
im Franziskusweg gegenüber der Einfahrt zu den Garagen im Ellerbachweg als auch
auf den schräg angeordneten Stellplätzen entlang der Garagen.
Die Feuerwehr hat diese Problematik aufgegriffen und
bereits ein entsprechendes Schreiben an die Verkehrsabteilung gerichtet. Im Rahmen
einer Verkehrsschau im Februar 2026 wurden gemeinsam mit der Verkehrsabteilung
verschiedene Lösungsansätze erarbeitet. Dazu zählten unter anderem die
Ausweitung des bestehenden Parkverbots im Franziskusweg, die Erneuerung bzw.
Kennzeichnung der Parkflächen an den Garagen sowie eine mögliche Umgestaltung
der schrägen Stellplätze in Parallelparkplätze. Letztere ist mit dem Wegfall
einzelner Stellplätze verbunden.
Der Ortschaftsrat hat beschlossen, das Parkverbot im
Franziskusweg gegenüber der Einfahrt Ellerbachweg auszuweiten, um den
notwendigen Wendekreis für Rettungsfahrzeuge sicherzustellen. Zusätzlich sollen
die schräg angelegten Parkplätze an den Garagen im Ellerbachweg in
Parallelparkplätze umgewandelt werden, sodass die erforderliche Durchfahrtsbreite
gewährleistet ist. Dabei sollen nur so viele Stellplätze wie unbedingt
notwendig entfallen.
Die Verkehrsabteilung wird die Umsetzungsmöglichkeiten nun
prüfen und mit der Ortsverwaltung Rücksprache halten.
Martina Bouslair
Ortsvorsteherin
© Ortsverwaltung Gögglingen/Donaustetten
Naturkindergarten Unterweiler – Ortschaftsräte aus Gögglingen/Donaustetten und Unterweiler zu Besuch
Am 05.06.2025 besuchten einige Vertreter*innen der
Ortschaftsräte Gö/Do und Unterweiler den kürzlich eröffneten Naturkindergarten
des Oberlin e.V. Der Kindergarten befindet sich angrenzend an die Tennisanlagen
in der Greutstraße, idyllisch eingebettet im Wald. Die Mitglieder des
Ortschaftsrats zeigten sich beeindruckt von der durchdachten Ausstattung und
der Atmosphäre vor Ort.
Der Kindergartenwagen verfügt über eine kleine Teeküche
sowie eine Toilette mit Waschbecken. Eine gemütliche Kuschelecke mit Blick
durch ein großes Panoramafenster lädt zum Verweilen ein. Bei Regen oder Kälte
bietet der Innenraum sowie die große, überdachte Veranda ausreichend Platz für
die Kinder. In besonderen Unwetter-Notfällen kann zudem das nahegelegene
Sportheim als Rückzugsort genutzt werden. Insgesamt werden 20 Betreuungsplätze
(verlängerte Öffnungszeiten, Betreuungsbaustein 3) für Kinder im Alter von 3
Jahren bis Schuleintritt angeboten.
Die Leiterin des Kindergartens, Heike Kern, stellte
gemeinsam mit ihren beiden Kolleginnen den pädagogischen Alltag vor. Mit
spürbarer Begeisterung berichteten sie von ihren Erfahrungen in der täglichen
Arbeit mit den Kindern – insbesondere von der positiven Entwicklung im freien
Spiel und dem intensiven Naturerleben.
Die Ortschaftsrätinnen und -räte zeigten sich sehr angetan
vom Konzept und dem liebevoll gestalteten Umfeld des Naturkindergartens.
Hinweis:
Im Naturkindergarten Unterweiler sind derzeit noch freie
Plätze verfügbar.
Interessierte Eltern können sich bei der Leiterin Heike
Kern melden:
📞 Telefon: 0731 / 49 37
01 756
© Mader Martina
Auf
Grund der Wahl vom 09. Juni 2024 wurden in den Ortschaftsrat von Unterweiler
gewählt (Reihenfolge nach der Anzahl der erhaltenen Stimmen):
1.
Martin Wies 579
2.
Alexander Stolz 460
3.
Volker Häbich 459
4.
Ralph Mader 427
5.
Hubert Renz 387
6.
Anja Hirschle 367
7.
Heidi Spedicato 350
8.
Nikolaus Renz 332
9.
Dr. Raphaela Erhart 316
10.
Martina Gmelch 312
Die
Nachrücker Kandidat*innen sind:
Jennifer
Jäger – SPD 265
Marco
Malleber – CDU 304
Isabella
Loser – FWU 213
Die
neugewählten Mitglieder des Ortschaftsrates nahmen am Ratstisch Platz und
stellten sich kurz vor.
Die
Ortschaftsräte*innen wurden auf die Übernahme und auf die gewissenhafte
Ausführung ihrer Aufgaben verpflichtet. Ortsvorsteherin Martina Bouslair wies
die vorgenannten Ortschaftsräte zunächst auf die Wichtigkeit und auf die
Bedeutung der Verpflichtung hin. Sie belehrte sie über die ihnen mit der
Übernahme dieses Amtes erwachsenen Rechte und Pflichten. Jeder Ortschaftsrat/jede
Ortschaftsrätin erhielt zur Information eine Ausgabe der Gemeindeordnung. Ortsvorsteherin
Bouslair verpflichtete die Ortschaftsrätinnen und Ortschaftsräte anschließend
nach der in der Gemeindeordnung enthaltenen Formel:
"Ich
gelobe Treue der Verfassung, Gehorsam den Gesetzen und gewissenhafte Erfüllung
meiner Pflichten. Insbesondere gelobe ich, die Rechte der Gemeinde und der
Ortschaft gewissenhaft zu wahren und ihr Wohl und das ihrer Einwohner nach
Kräften zu fördern" (…so wahr mir Gott helfe)
Bei
der Verpflichtung durch Handschlag antworten die Ortschaftsrät*innen: "Ich
gelobe es."
Die
Vorsitzende betonte, dass die Ortschaftsrät*innen mit ihrer Kandidatur und mit
der Übernahme des Amtes Mut zeigen, Verantwortung zu übernehmen,
mitzugestalten, Entwicklungen zu steuern, zu kontrollieren oder einfach
mitzudiskutieren.
Das
Vertrauen der Wähler*innen, die Stimmen der Wähler*innen, sind nicht nur
Vertrauensbeweis und Auszeichnung, sondern auch Hypothek für jeden gewählten
Ortschaftsrat, denn es wird erwartet, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in
den Entscheidungen des Ortschaftsrates wiederfinden.
Der
Ortschaftsrat ist Vertreter der Bürgerschaft, nicht der einzelnen Interessen.
Es
werden Ziele formuliert, die Umsetzung überwacht, die eigene Meinung sowie die
Demokratie gelebt.
Ein
Ortschaftsrat ist nicht nur Mitglied eines formalen Gremiums.
Mit
der Übernahme des Amtes wird er Teil der Öffentlichkeit und übernimmt die
Verpflichtung auch an dieser Öffentlichkeit teilzunehmen und sich als quasi
öffentliche Person der Kritik der Öffentlichkeit zu stellen
Ortschaftsrat
ist Ansprechpartner der Bürger und Vertreter des Gemeinwohls.
Entscheidungen
werden nicht nach den Meinungen einzelner, sondern nach eigenem Gewissen getroffen
und demokratisch gefasste Beschlüsse werden gemeinsam nach außen getragen.
Ortsvorsteherin
Bouslair verweist einführend auf das Wahlergebnis der am 09.06.24
stattgefundenen Ortschaftsratswahl und die Notwendigkeit der Feststellung
eventueller Hinderungsgründe nach § 29 der Gemeindeordnung für
Baden-Württemberg für den Eintritt in den Ortschaftsrat.
Die
vorliegenden schriftlichen Erklärungen der Gewählten beinhalten keine
Hinderungsgründe. Auch seitens der Ortsverwaltung oder dem Wahlamt der Stadt
Ulm sind bei den gewählten Ortschaftsrät*innen keine Hinderungsgründe bekannt.
Der
Ortschaftsrat stellt einstimmig fest, dass für die neugewählten Ortschaftsräte
der Ortschaft Unterweiler keine Hinderungsgründe vorliegen.
Vor
der Verabschiedung der ausscheidenden Ortschaftsräte, bedankt sich die
Vorsitzende bei allen bisherigen Ortschaftsrät*innen. Vor allem für die
außerordentliche gute Zusammenarbeit, das gute Arbeitsklima und das ganz
persönliche Engagement für Unterweiler.
Wir
alle wissen: Eine lebendige kommunale Demokratie hängt davon ab, dass
Bürgerinnen und Bürger bereit sind, sich für das Gemeinwohl zu engagieren. Aus diesem
Grund bedankt sich die Vorsitzende auch bei den zahlreichen
Ortschaftsrats-Kandidaten und Kandidatinnen, die bereit waren, sich zur Wahl zu
stellen. 3 Listen mit den verschiedensten Persönlichkeiten, Eigenschaften und
beruflichen Backgrounds standen den Bürger*innen zur Wahl, was wirklich
beeindruckend ist.
Besonders
geschätzt hat die Vorsitzende, dass man sich im Gremium immer in der Sache
auseinandergesetzt hat, dass es keine parteiliche Bindung gab und Meinungen,
Entscheidungen nach dem eigenen Gewissen im besten demokratischen Sinne gefällt
wurden.
Durch
die gute, strategische Arbeit, konnten beeindruckende Resultate erzielt werden.
Dies geschah in über 50 Sitzungen mit über 300 Tagesordnungspunkten und
etlichen Sonderterminen zu Vorberatungen und zum Austausch bei besonders
wichtigen Themen.
Der
OR darf mit Stolz und Zufriedenheit auf seine Leistung und seine Arbeit
zurückblicken.
Wichtige
Themen:
In
der letzten Ortschaftsratssitzung wurden die meisten Themen und Projekte der
vergangenen 5 Jahre umrissen bzw. genannt. Dabei fiel auf, dass tatsächlich
sehr viele Dinge gemeinsam umgesetzt oder auf den Weg gebracht konnten, die
manchmal vielleicht nicht gleich offensichtlich sind.
Wichtige
Themen, die unter anderem weiterhin beschäftigen werden, ist zum einen die
Verkehrssituation an der Ortseingangs-Kreuzung sowie die weitere bauliche
Entwicklung Unterweilers.
Die
Vorsitzende bedankt sich beim Ortschaftsrat für eine Politik mit Augenmaß.
Forderungen und Wünsche auch der Gesamtsituation anzupassen zeichnet die Arbeit
des Ortschaftsrates aus.
Ortsvorsteherin
Bouslair verabschiedete die Ortschaftsrätinnen Isabella Loser und Bettina
Magg-Rettich sowie die Ortschaftsräte Benjamin Wittling und Markus Kern aus dem
Ortschaftsrat mit folgendem Wortlaut:
Liebe
Isabella,
du
bist recht kurzfristig im September 2023 für Christof Embacher nachgerückt, der
auf eigenen Wunsch aus dem Ortschaftsrat ausgeschieden ist. In dieser kurzen
Zeit konntest du dich sehr schnell im Gremium einfinden und hast dich mit den
aktuellen Themen auseinandergesetzt. Es ist nicht leicht mitten in einer
laufenden Amtsperiode nachzurücken, denn die oft notwendige, interne
Vorgeschichte zu gewissen Themen fehlt und macht es somit oft schwerer, Dinge
nachzuvollziehen und sich einzuarbeiten. Ich bin dir daher stellvertretend für
die Ortsverwaltung, für den OR und für Unterweiler sehr dankbar, dass du dich
dieser Aufgabe gestellt hast und unsere Lücke im Ortschaftsrat mit Bravour
geschlossen hast. Herzlichen Dank liebe Isabella. Ich wünsche Dir weiterhin
alles Gute, viel Gesundheit und Glück.
Lieber
Benni,
auch
Du bist als Nachrücker im Herbst 2020 für Anja Hirschle, die damals
übergangsweise nach Staig gezogen ist, ins Gremium berufen worden. Da du
bereits Erfahrungen aus der vorhergehenden Amtsperiode gesammelt hattest, ist
dir auch dieser Einstieg zumindest augenscheinlich nicht schwergefallen. Du
hast das Gremium und die Entscheidungsfindungen mit deiner klaren Meinung
bereichert. Wenn man sich innerhalb der Beratungen zu sehr verstrickt hatte,
hat deine pragmatische Herangehensweise zur Lösungsfindung beigetragen. Du bist
jemand, der klare Worte findet, der auch für Mitbürger*innen gut einzuordnen
ist und sich nicht scheut, Dinge anzusprechen, auch wenn sie nicht der Mehrheit
entsprechen. Daher ist es sehr schade, dass du dich für diese Amtsperiode aus
persönlichen Gründen gegen eine Kandidatur entschieden hast. Ich bedanke mich
ganz herzlich für dein Engagement für Unterweiler und wünsche dir ebenfalls
alles Gute, viel Gesundheit und Glück für dich und deine Familie.
Lieber
Markus,
im
Jahr 2014 bist du erstmals in den Ortschaftsrat gewählt worden und hast als
„Neigschmeckter oder Zugezogener“ ein direktes Mandat erhalten, was tatsächlich
einen enormen Vertrauensbeweis darstellt. Auch in der vergangenen Amtsperiode
wurdest du direkt wiedergewählt und in deinem Amt bzw. der Art deiner Arbeit im
Ortschaftsrat bestätigt. Wir kennen dich als sehr überlegten und konstruktiven
Ortschaftsrat. Auch bei der Formulierung von Beschlüssen, war deine
Einschätzung vor allem fürs Detail immer hilfreich. Durch deine berufliche
Erfahrung im Finanzbereich, war für dich immer auch der finanzielle Aspekt von
besonderer Wichtigkeit. Auch gesetzliche und vertragliche Bestandteile hast du
hinterfragt und erörtert. Dein strategisches Vorgehen bei
Entscheidungsfindungen war für viele Diskussionen im Gremium außerordentlich
hilfreich. Auch du bist beruflich sehr eingespannt und hast dich daher gegen
eine erneute Kandidatur entschieden, was wir sehr bedauern.
Ich
bedanke mich auch bei Dir lieber Markus ganz herzlich für dein Engagement für
Unterweiler, trotz beruflicher Herausforderung, und wünsche dir für die Zukunft
nur das Beste.
Liebe
Bettina,
15
Jahre im Ortschaftsrat Unterweiler- das sagt schon etwas aus. Du bist seit 2009
Mitglied des Ortschaftsrates, bist in Unterweiler aufgewachsen - sozusagen
Ureinwohnerin - und kennst die Leute auch auf Grund vieler familiärer und
beruflicher Beziehungen. Mit dem damit verbundenen Hintergrundwissen konntest
du im Ortschaftsrat unterstützen und die Beratungen bereichern. Projekte und
Planungen komplett und gleich „gscheit“ statt nur halbherzig anzugehen, lag dir
sehr am Herzen. Auch mit optischen und gestalterischen Maßnahmen hast du dich
sehr gerne auseinandergesetzt. Hier hat sicherlich auch dein beruflicher
Hintergrund eine Rolle gespielt. Liebe Bettina, auch bei dir möchte ich mich
ganz herzlich für dein Engagement zum Wohl unserer Ortschaft bedanken. Ich
wünsche auch Dir weiterhin alles Gute, viel Gesundheit, Erfolg für all Deine
Ziele und Herausforderungen und dass auch du uns als aktive Stimme im Ort
erhalten bleibst.
Liebe
Bettina, liebe Isabella, lieber Benjamin und lieber Markus,
zwar
werdet ihr in der nächsten Zeit kein aktives Mitglied des Ortschaftsrates sein,
dennoch hoffe ich sehr, dass ihr aktiv im Ort bleibt und auch mit eurem
Hintergrundwissen aus der Gremienarbeit die Gespräche mit den Bürger*innen
sucht. Der gemeinsame Austausch wird weiterhin das wichtigste Mittel sein um
Zufriedenheit schaffen zu können. Gespräche innerhalb eurer Fraktionen oder mit
den jetzigen Ortschaftsrät*innen, sind weiterhin wichtig, damit wir gemeinsam
in die richtige Richtung gehen können. Ich bedanke mich bei Euch allen ganz
herzlich für die gute Zusammenarbeit, für eure Geduld in schwierigen Phasen und
für Eure Zeit, die ihr für Eure Ortschaft und die Bürger*innen im Ehrenamt
investiert habt. Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute, sowohl im privaten als
auch im beruflichen Bereich. Herzlichen Dank!
Die
Vorsitzende überreichte den ausscheidenden Ortschaftsrät*innen im Namen der
Ortsverwaltung als Dankeschön ein Ulmer Körble mit regionalen Leckereien sowie
ein Dankschreiben des Oberbürgermeisters mit einem Buch über Albert Einstein.
Die
verabschiedeten Mitglieder richteten ebenfalls Dankesworte an das Gremium.
Die
ausscheidenden Mitglieder wurden auch von Mitgliedern des Ortschaftsrats mit
Dankesworten geehrt. Herr Gillmeister, Vorsitzender des SPD Ortsvereins Süd,
bedankte sich im Namen der SPD bei Benjamin Wittling und überreichte ein kleines
Präsent.
Nach
der Gemeindeordnung, ist es Aufgabe des Ortschaftsrates, einen Ortsvorsteher/eine
Ortsvorsteherin zu wählen und damit eine Empfehlung an den Gemeinderat der
Stadt Ulm auszusprechen.
Martina
Bouslair hat sich erneut um das Amt der ehrenamtlichen Ortsvorsteherin
beworben.
Es
gab keinen weiteren Vorschlag aus dem Ortschaftsrat. Es wurde der Kandidatin
die Möglichkeit gegeben, sich vorzustellen und ihre Kandidatur zu erläutern. Sie
schilderte ihren privaten und beruflichen Werdegang. Außerdem betonte sie die Wichtigkeit
des gegenseitigen Vertrauens innerhalb des Gremiums als auch zwischen
Ortsvorsteher*in und Ortschaftsrat. Eine ehrliche Kommunikation und Weitergabe
von Informationen an den Ortschaftsrat, die als Sachgrundlage für die
Entscheidungsfindung dienen, werden von ihr als wichtigste Faktoren genannt.
Auch die gegenseitige Motivation in schwierigen Phasen sei enorm wichtig, denn
nur auf diesem Weg könne man beharrlich weiter die selbstgesteckten Ziele
verfolgen.
Im
Anschluss an die Vorstellung wurde die öffentliche Sitzung unterbrochen und „Nichtöffentlichkeit“
hergestellt.
Der
Ortschaftsrat hat in offener Wahl Frau Martina Bouslair einstimmig als
Ortsvorsteherin gewählt und gibt dies als Empfehlung an den Ulmer Gemeinderat.
© Mader Martina
Vom Ortschaftsrat wiedergewählte Ortsvorsteherin Martina Bouslair mit ihren Stellvertretern Alexander Stolz, Volker Häbich und Martin Wies als Stellvertreter für den Gemeinderat
Nach
der Gemeindeordnung und der Hauptsatzung der Stadt Ulm, werden vom Gemeinderat
auf Vorschlag des Ortschaftsrates aus der Mitte des Ortschaftsrates der
Stellvertreter/die Stellvertreterin der Ortsvorsteherin gewählt. Vorgeschlagen
wurden als erster Stellvertreter - Alexander
Stolz - und als zweiter Stellvertreter - Volker Häbich - .
Der
Ortschaftsrat beschloss die Empfehlung an den Gemeinderat, Alexander Stolz zum
Stellvertreter der Ortsvorsteherin zu wählen. Dieser nimmt die Wahl an. Volker
Häbich soll als Stellvertreter von Alexander Stolz eingesetzt werden. Auch er
nahm die Wahl an.
Stellt
eine Ortschaft keinen Gemeinderat, der aus der Ortschaft kommt, so kann nach
der Hauptsatzung der Stadt Ulm auf Vorschlag des jeweiligen Ortschaftsrates ein
Mitglied des Ortschaftsrates als Vertreter vom Gemeinderat als beratendes
Mitglied der Gremien des Gemeinderates bestellt werden. Auch in
Krankheitsfällen der Ortsvorsteherin kann der oder die gewählte Vertreterin im
Gemeinderat beratend an den GR-Sitzungen teilnehmen.
Vorgeschlagen
wurde Martin Wies.
Der
Ortschaftsrat beschloss die Empfehlung an den Gemeinderat, Martin Wies als den
Vertreter des Ortschaftsrates im Gemeinderat zu wählen. Herr Martin Wies nahm
die Wahl an.